ADOLF EICHMANN: EIN HÖRPROZESS

Wir sprechen mit Noam Brusilovsky in Tel Aviv über das Re-Enactment "Adolf Eichmann: Ein Hörprozess".

Anje Herzog / rbbKultur

MEHR PASSAGEN AUF HEBRÄISCH

Verfolgt man Adolf Eichmann: Ein Hörprozess und begreift die Relevanz der Radioübertragung, durch die die komplette Bevölkerung Israels zu Prozessbeobachtern werden konnte, möchte man sich gar nicht vorstellen, was es bedeutet hätte, wäre Eichmann nicht gefasst worden. Die Befriedigung darüber, einen Täter richten zu können, ist dabei nur ein Teilaspekt.

Stefan Fischer / Süddeutsche Zeitung

AUFSCHREI EINER GEQUÄLTEN EXSISTENZ

Ein wilder Text. Ein wüstes Hörspiel. Passioniert, provokant und pornografisch. Mutig, weil der Regisseur Noam Brusilovsky sich nicht scheut anzuecken und zu verstören. Weil er in Kauf nimmt, abstoßend zu wirken. (...) Dieses Dazwischen als Lebensart, diese Existenz ohne feste Identität muss man aushalten können. Noam Brusilovsky geht diesen schmerzhaften, radikalen Weg in Testo Junkie mit. Schonungslos den Figuren und dem Publikum gegenüber.

Stefan Fischer / Süddeutsche Zeitung

GEHÖRLOSEN-HÖRSPIEL: WELTEN, DIE SICH BERÜHREN

Wie Brusilovskys Solo »Orchiektomie rechts« ist auch dieser Abend ein Zeig-mir-deine-Wunde-Ding mit Humor, in dem Verletzungen ohne jede Wehleidigkeit auf den Tisch kommen. Wenn sich Steffen und Steve über die ganze Bühnenbreite hinweg antanzen, spürt man die Luft zwischen ihnen und ihren Welten knistern. Apropos Welt: Der Abend erzählt auch von den Raumsonden Voyager 1 und 2, die die NASA 1977 ins All schickte – mit Menschheitszeugnissen wie Liedern, Alltagsgeräuschen und Grüßen an multilinguale Aliens in 55 Sprachen, abgespeichert auf Platten, die 500 Millionen Jahre überdauern sollten. Nur dass sich Schall, wie man inzwischen weiß, im Vakuum nicht ausbreiten kann. Diesen Gimmick spart sich Brusilovsky bis zum Ende auf. Er rückt das Selbstverständnis der Hörenden als Regelfall ganz ordentlich zurecht.

Sabine Leucht / Münchner Feuilleton

DAS SPIEL MIT DEM HÖREN

Thomas Mitterhuber / Deutsche Gehörlosen-Zeitung (DGZ)

DIE REALITÄT DER DEUTSCHEN JUDEN HEUTE

Tagesthemen / ARD

SCHALLWELLEN ÜBERWINDEN

Im Fall des "Gehörlosen-Hörspiels" aber wird sich definitiv grundlos entschuldigt, denn das Stück ist reflektiert gebaut, lustig und rührend. Die Frage, ob das jetzt ein geglücktes Hörspiel für / mit/ über Gehörlose ist, stellt sich gar nicht mehr, es ist einfach ein guter Theaterabend.“

Christiane Lutz / Süddeutsche Zeitung

RUHE BITTE!

zum "Gehörlosen-Hörspiel"

Alexander Altmann / Münchner Merkur

LICHT STATT LAUTE

"Man hinterfragt die Machtverhältnisse im Raum. Die Regieposition ist eine Machtposition. Es wird mir in meiner Arbeit ohnehin immer bewusster, was es heißt, im Raum Macht zu besitzen. Ich kämpfe gerade auch sehr mit der Position des männlichen, weißen, hörenden Regisseurs. In diesem Zusammenhang frage ich mich: Wie kann man diese Macht aufgeben und eine andere Art von Regie entwickeln? Was passiert, wenn ein hörender Regisseur eine Geschichte über Gehörlosigkeit erzählt? Wie kann man verhindern, dass der Gehörlose auf der Bühne exotisiert wird? Nach dem Motto: „Wir haben jetzt einen echten Gehörlosen auf der Bühne. Wir sind so inklusiv." Es war ein Riesenthema in den Proben, genau das zu überwinden und uns zu fragen: Was können wir von Steve lernen? Aber eben nicht in Form eines Experiments."

Katrin Hildebrand / Münchner Merkur

ICH SEHE, WAS DU NICHT HÖRST

Die Idee der Inszenierung ist, genau den Versuch zu zeigen, das Unmögliche möglich zu machen. Das Hörspiel für Gehörlose soll während der Vorstellung entstehen. Ausgangspunkt des Abends ist auch auf der Bühne die Begegnung zwischen Brusilovsky und Stymest.

Christiane Lutz, Süddeutsche Zeitung

DAGESH IM GESPRÄCH MIT NOAM BRUSILOVSKY

Im Gespräch mit Noam Brusilovsky, Theater- und Hörspielregisseur, und ELES-Alumnus erzählt er, was er mit seiner Kunst bewirken will, wie er damit umgeht ein jüdischer Künstler aus Israel in Deutschland zu sein und davon, wie sich all das ständig verändert. Es geht um Erfahrungen mit dem Label „jüdisch“, um „Streicheltiere“ und um jüdisch-muslimische Allianzen.

Julia Y. Alfandari / Dagesh

DAS GEHÖRLOSEN-HÖRSPIEL

Das "Gehörlosen-Hörspiel" am Münchner Volkstheater ist eine Annäherung an das Unmögliche, ein Experiment, das von einer Begegnung erzählt. In der Hauptrolle ist Steve Stymest der einzige Gehörlose unter ansonsten Hörenden im Team.

Stephanie Wolf / Sehen statt Hören, BR

JEDERMANNS STERBEN

Wie soll man sich sein eigenes Ende vorstellen? Der israelische Regisseur Noam Brusilovsky stellt die Frage in seiner Inszenierung von Tolstois Erzählung «Der Tod des Iwan Iljitsch» in der Vidmarhalle Bern.

Beatrice Eichmann-Leutenegger / Neue Zürcher Zeitung

DAS SCHWEIGEN DES DICHTERS IM LANDE ZIZIMAMA

„Es geht um die Rolle der Kunst in einer Gesellschaft, in der die Freiheit immer weiter beschnitten wird. (...) Der Künstler wird vom Staat gehegt und gepflegt, daher gibt es auch eine Erwartungshaltung: Er muss genau abliefern, was der national gesinnten Gesellschaft in die Propaganda passt. Hier wird auf humorvolle Weise eine Geschichte über Totalitarismus erzählt."

Katrin Pokahr / Magazin des WDR

IM KALEIDOSKOP

"We love Israel" erzählt tolldreist über deutsch-jüdisches Leben, die neue Staffel spielt in Berlin. Die Serie ist eine Fiktion, die hart an der Realität entlangsegelt.

Stefan Fischer / Süddeutsche Zeitung

DESDE BERLÍN: NOAM Y LA SERIE RADIAL "WE LOVE ISRAEL"

Noam Brusilovsky es un artista israelí creador muy motivado y con interesantes ideas teatrales y de radio, las cuales pone en práctica y se convierten en éxitos internacionales. Lo entrevistamos y nos cuenta que es hijo de padres argentinos, nació en 1989 en Haifa, creció en Ra'anana y estudió en la prestigiosa Escuela Superior de Artes Thelma Yellin. En 2012, se mudó a Berlín para estudiar teatro en la Escuela Superior “Ernst Busch”. Desde su graduación ha estado trabajando en la radio pública alemana. Escribe y dirige obras de teatro radiales (Radio-Teatro). Además, escribió y dirigió en varios teatros en Alemania y Suiza. Sus espectáculos han sido invitados a varios festivales en toda Alemania. (Aurora)

Aurora

OHNE WORTE

Ein Essay von Noam Brusilovsky zum "Gehörlosen-Hörspiel"

Noam Brusilovsky / Volksmund

DOKUMENTATION FAST FORWARD 2018

Europäisches Festival für junge Regie
European festival for young stage directors

SO GEKONNT WIE SELTEN

Am Ende des 52-Minütigen Hörspiel weiß man zwar nicht unbedingt, worum es in Tolstois Novelle überhaupt geht, außer ums Sterben der Hauptfigur; aber man weiß, wie viel die eigene Beerdigung in Bern kosten würde, und hat einige schöne Songs von Lou Reed und Leonard Cohen mal wieder gehört. Und man hat ein Hörspiel beigewohnt, dass gekonnt mit der Brechung von Realität und Fiktion arbeitet, so gekonnt wie selten.

Rafik Will / Medienkorrespondenz

FLUCHT AUS DER REALITÄT

Der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky ist aktuell der umtriebigste Reiseleiter des Hörspiels, er begleitet seine Protagonisten auf Abenteuer in fremde Welten - in We love Israel Deutsche in seine Heimat, in Broken German, wofür er 2017 den Deutschen Hörspielpreis bekommen hat, einen Israeli nach Berlin. Stets geht es um die Wahrnehmung der eigenen Identität, das gilt nun auch für Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterben in Bern. Eine Novelle von Tolstoi, auf der Bühne inszeniert von einem fiktiven Regisseur, der sein eigenes Todkranksein thematisiert - sich in dem, was die Schauspieler imaginieren, aber nicht wiederentdeckt. Brusilovsky selbst spiegelt sich in dieser Figur.

Stefan Fischer / Süddeutsche Zeitung

NÄHRBODEN FÜR TALENTE

Aufsehen erregte – neben einer Reihe anderer Hörspiele etwa von Birgit und Anatol Kempker, von Ulrike Janssen und Marc Matter, von Stefan Weber sowie einer Adaption von Ernst Toller – eine Produktion des Deutschlandfunks (zusammen mit dem SWR): „Der Tod des Iwan Iljitsch – Sterben in Bern“ von Noam Brusilovsky, dem 1989 in Israel geborenen, seit 2012 in Berlin lebenden Theater- und Hörspielregisseur. Das Stück basiert auf einer gleichnamigen Novelle von Leo Tolstoi. Zusammenarbeit und Realisierung beschrieb in Abwesenheit des erkrankten Autors die Dramaturgin und Deutschlandfunk-Redakteurin Sabine Küchler kenntnisreich und engagiert. Brusilovsky hatte für das von ihm nach dem gleichnamigen Roman von Tomer Gardi inszenierte Stück „Broken German“ (SWR) im Jahr 2017 den Deutschen Hörspielpreis der ARD erhalten (vgl. MK-Meldung). Sabine Küchler konnte sich für den Autor, ihre intensive dramaturgische Arbeit und ihren Sender über die große Anerkennung des Hainburger Plenums für das neue Brusilovsky-Stück freuen.

Angela di Ciriaco-Sussdorff / Medien Korrespondenz

DER JULI KANN KOMMEN

Für meine Begriffe und Ohren ein wunderbar radiophones Stück, das die Möglichkeiten der Hörspielkunst unter Beweis stellt. Es macht einfach Spaß, so lustvoll über das Sterben nachzudenken.

Hans-Ulrich Wagner / Hörspielmagazin, Deutschlandfunk

HÖRSPIELTREFFEN IN ÖSTERREICH

Hörspieltage im österreichischen Hainburg an der Donau. Veranstaltungsort Kulturfabrik.

Sabine Küchler / Deutschlandfunk

CES ISRAÉLIANS QUI ONT CHOISI BERLIN

Le 9 avril 2019, se tiendront des élections en Israël, l’occasion de découvrir l’un des phénomènes migratoires les plus surprenants de ces dernières années : l’apparition d’une communauté israélienne à Berlin, en Allemagne.

Nicolas Falez / Radio France International

WAS ERZÄHLT WERDEN KANN

Kritik zu "Wie die Blinden träumen"

Eva-Maria Lenz / epd medien

WIE IM FILM

Interview zu "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi.

Wolfram Wessels / SWR 2

EUROPA AN DER ELBE

Dort zeigte Noam Brusilovsky eine Performance, deren Rechercheobjekt und Stimme allein er selber ist. «Orchiektomie rechts», die Entfernung des rechten Hodens, hat Brusilovsky selbst erlebt, mit 26, und zum Thema seiner Diplom-Inszenierung an der Ernst-Busch-Schule gemacht. Seine Lecture-Performance mit Geburtstagskuchen, die sich vom Theaterkanon der Ernst Busch in radikaler Subjektivität meilenweit entfernt, irrlichtert zwischen Erinnerungen an die Kindheit in Israel, dem wackeligen Video vom Kindergeburtstag, an dem alle unablässig lebenslange Gesundheit wünschen, zum ersten schwulen Sex mit 17, von der sachlichen Krankheitsbeschreibung zur wilden Fantasie vom Gruppensex mit sämtlichen Zuschauern in der Strahlenkabine – und findet doch zurück zum Kanon, zum «Ödipus», mit dem sich Fragen stellen lassen: Ab wann wird man zur tragischen Figur? Und wie entkommt man den Festlegungen, als Kranker, als Schwuler? Indem man sie ausspricht, im Schutzraum der Bühne, wo der eigene Körper zur Kunstfigur wird, das eigene Leiden zur Geschichte und das Opfer zum Autor: ein Sieger, der sich tanzend den Raum und das Leben zurückerobert.

Barbara Burckhardt / Theater heute

WAS RADIOMACHER*INNEN ANTREIBT

Auf den Spuren von Dunja Arnaszus, Noam Brusilovsky und Jan Decker – und ihren Motiven akustischer Kunst.

Anna Seibt / Deutschlandfunk

DER MYTHOS HÄLT DEN SCHLÄGEN STAND

...Der Aufführung "Orchiektomie rechts" gelingt genau das: Obwohl der Regisseur Noam Brusilovsky hier in sehr drastischen Bildern und Texten von seiner Hodenkrebserkrankung erzählt, ist dabei ein ehrliches, sehr humorvolles Stück über Homosexualität und Tabus, Chemotherapie, Tod und Sex entstanden."

Anna Vollmer / Frankfurter Allgemeine Zeitung

IN DEN TOD MIT TOLSTOI

Hier hätte «Der Tod des Iwan Iljitsch» (Regie: Noam Brusilovski; Dramaturgie: Michael Gmaj) ohne weiteres in die Bedeutungslosigkeit blosser Selbstreflektion abdriften können, was im zeitgenössischen Theater bis vor kurzem sehr in Mode war. Doch diese Versuchsanordnung geht viel weiter: Immer wieder werden Stimmen von Experten eingespielt, es spricht der Psychoonkologe vom Inselspital Bern, die Fachärztin für Radiologie, ebenfalls von der Insel. Ein Bestatter, eine Pfarrerin, eine Pflegeexpertin. Was kostet eine Bestattung? Wie gehen wir mit dem Bescheid um, nicht mehr lange zu leben? Was kommt nach dem Tod? Wie kommt man mit seinem Leben ins Reinen, bevor es zu Ende ist?

Michael Feller / Berner Zeitung

BEGEGNUNG MIT DEM UNVORSTELLBAREN

Dank dem Ernst, dem Engagement und dem Improvisationstalent der drei Darsteller Florentine Krafft, Nico Delpy und Gabriel Schneider findet an dem Abend, der das Premierenpublikum zu lang anhaltendem Beifall hinriss, in den nüchternen früheren Fabrikhallen tatsächlich so etwas wie eine Begegnung mit dem Unvorstellbaren statt.

Charles Linsmayer / Der Bund

SCHALOM, ALTE WELTSTADT

Inge Günther / Frankfurter Rundschau

ZWISCHENTÖNE

Er arbeitet sowohl fürs Radio als auch fürs Theater. Zur Zeit inszeniert er am Konzerttheater Bern einen Stoff nach Tolstoi: „Der Tod des Iwan Iljitsch“. Sein jüngstes Hörspiel „We love Israel“, das er gemeinsam mit Ofer Waldman schrieb, wurde von der Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Monats Mai preisgekrönt.

Michael Langer / Deutschlandfunk

HÖRSPIELMAGAZIN

Gespräch zu "We Love Israel" (Hörspiel des Monats)

Michael Langer / Deutschlandfunk

HÖRSPIELE IM MAI 2018

Rückblick: Hörspiele im Mai 2018

OhrCast 78-2

HÖRSPIEL DES MONATS MAI: WE LOVE ISRAEL

Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat die Produktion „We Love Israel“ von Noam Brusilovsky und Ofer Waldman als Hörspiel des Monats Mai ausgezeichnet.

Medienkorrespondenz

INNOVATIV IN KUNST VERWANDELT

Sehr gut managen es die beiden Autoren, sich auf humorvolle Weise mit dem Problem auseinanderzusetzen, dass Israel wie wohl kein anderes Land der Welt als Projektionsfläche für Sehnsüchte und Ängste genutzt wird – gerade auch in Deutschland.

Rafik Will / Medienkorrespondenz

BEZIEHUNGSSTATUS UNBEKANNT

We love Israel ist eine spielerische und produktive Auseinandersetzung mit dieser Gemengelage, die Gliederung in sieben Episoden ist klug. Es gibt nicht einen großen Argumentationsbogen, sondern viele, auch widersprüchliche Teilaspekte und persönliche Motive. Brusilovsky und Waldman schlagen ein hohes Erzähltempo an, kommen immer umstandslos zur Sache. Ihnen gelingt, in der offenen Form stringent zu erzählen.

Stefan Fischer / Süddeutsche Zeitung

ALLES DREHT SICH UM DAS THEMA LIEBE

Der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky stellt seine siebenteilige Podcast Serie WE LOVE ISRAEL vor, die er gemeinsam mit Ofer Waldman für das SWR-Hörspiel geschrieben hat.

Frank Halbig / SWR2

UNSICHTBARKEIT IST DIE FALSCHE STRATEGIE

Interview mit Noam Brusilovsky

Travestie für Deutschland

ALLEN DEUTSCHEN FÄLLT WAS ZU ISRAEL EIN

Die Hörpsielserie "We love Israel" hält den Deutschen den Spiegel vor. Sie zeichnet und karikiert die Deutschen aus der Sicht von Israelis. Das ist mal bitterböse und oft zum Lachen komisch. Auf jeden Fall scheuen sich die beiden Autoren nicht, den Finger auf wunde Stellen zu legen.

Carsten Dippel / Deutschlandfunk Kultur

KEIN TOTSCHWEIGEN VON TABUS

In einer siebentägigen Reise, die sie im Hörspiel dokumentieren, treffen sie auf deutsche Touristen, die aus historischer Verpflichtung oder einfach zum Feiern in der Metropole Tel Aviv reisen. Auf herrisches Flughafen-Security-Personal und auf Schweizer Schwule, die nach Israel reisen, weil die Jungs dort bessere Bodies haben als die in der Heimat.

Die Oberbadische

WER LIEBT ISRAEL UND MIT WELCHEM ANSPRUCH

We love Israel" ist keine reine Dokumentation. Authentische Interviews wechseln sich mit fiktiven Beiträgen ab. Entstanden sind sie auf einer Reise durch Israel. Dort hat das Duo versucht, die Liebe der Deutschen zu Israel aufzuspüren.

Daniela Gschweng / Badische Zeitung

IM WOHNZIMMER DER SEELE

In „Orchiektomie rechts“ führt der gebürtige Israeli die Krankheitsgeschichte seines Hodenkrebses mit der griechischen Tragödie zusammen. Mit Charme und Kindergeburtstagsvideos schafft er eine fast familiäre Erzählsituation, in der er dem Publikum sehr sachlich Röntgenaufnahmen seines Tumors zeigt, um ihm urplötzlich seine sexuellen Fantasien um die Ohren zu hauen. Der Abend ist so hemmungslos exhibitionistisch wie klug gebaut und entlässt einen mit Fotos imposanter Schwänze und neuen Fragen nach der Autorenschaft über das eigene Leben. Und das mit den Fragen ist doch immerhin gut.

TAZ

ENDE DER DOGMEN

zu "Orchiektomie rechts"

Egbert Tholl / Süddeutsche Zeitung

WITZIG, NEU, POLITISCH

Noam Brusilovsky trägt eine Blumenkrone, er feiert Geburtstag und verteilt Flummis an die Zuschauer. Auf einem großen Bildschirm im Hintergrund ist ein kleiner Junge zu sehen, der tanzt, lacht, und feiert. Das ist Noam vor einigen Jahren, ein unbeschwertes Kind aus Israel. Über 20 Jahre später studiert Noam Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, er steht kurz vor seinem Abschluss und erhält die Diagnose Hodenkrebs.

ABENDZEITUNG ZU ORCHIEKTOMIE RECHTS

Michael Stadler / Abendzeitung

RADIKAL TEXT

Am Ende ist alles Ekstase, ein wolllüstiger Hymnus auf den Phallus, ein stroboskopischer Sprechrausch, der einem ob seiner Wuchtig- keit den Atmen raubt. Das hier ist ein letztes, orgiastisches Aufbegehren von einem, dem die eigene Endlichkeit mit aller Brutalität ge- genwärtig wurde. Er hat sich von dieser Gewissheit befreit. Das Ende der Tragödie steht unmittelbar bevor: Tod mit 26, Hodenkrebs.

Eine Kritik von Anna Landefeld

DER BLICK INS ICH

Der israelische Regisseur Noam Brusilovsky hatte das Gefühl, gar keine Wahl zu haben, als selbst auf die Bühne zu treten. Als die Diagnose Hodenkrebs bekam, konnte er sich nicht vorstellen, jemals wieder an etwas anderes denken zu können. Zwar hatte er sich in seinem Studium an der Ernst Busch Hochschule oft schon mit seinem Jüdischsein beschäftigt, also auch etwas Persönlichem, "aber das sehen die Leute gern. Jüdischsein wird in Deutschland oft zelebriert, es ist exotisch. Auf Krebs hat niemand Lust." Nach der erfolgreichen Therapie entstand "Orchiektomie rechts", übersetzt: die Entfernung des rechten Hodens. Heraus kam, so beschreibt Brusilovsky es, ein leicht pornografischer Abend über Männlichkeit, bei dem er allein auf der Bühne steht. Zu unnatürlich hätte es sich angefühlt, sein Intimstes von einem anderen erzählen zu lassen.

Christiane Lutz / Süddeutsche Zeitung

ALS OB ALLES AUFHÖRT

Zu Orchiektomie rechts und radikal jung

Anna Fastabend und Eve Marburg

RADIKAL JUNG - DIE NEUE GENERATION AN THEATERMACHERN

Das Volkstheater veranstaltet nun schon zum 14. Mal das Festival „Radikal jung“ – damit soll die neue Generation der Theatermacher gefördert werden. Das Publikum erwarten bei den insgesamt 13 Theaterstücken in diesem Jahr einerseits Klassiker, die komplett neu inszeniert wurden. Andererseits können die Besucher sich auch auf neue Stücke von jungen Regisseuren freuen.

Angelica Suri

ORCHIEKTOMIE RECHTS - REPORTAGE

Anna Fastabend und Eve Marburg

IM VISIER DER ERKENTNNIS

zu "Orchiektomie rechts"

Berliner Zeitung

Jüdische Künstler über Abgrenzung und Identität

Der Hörspiel- und Theaterregisseur Noam Brusilkovsky, der mit „Broken German“ gerade den deutschen Hörspielpreis der ARD gewonnen hat, erzählt, wie er in einem Umkleideraum nach dem Yoga von einem Fremden angesprochen und von ihm für seine Herkunft gefeiert wird. Er nennt das eine „aggressive Liebe“, die ihm hier in Berlin entgegenschlage. Das Jüdischsein spiele manchmal eine Rolle für seine Arbeit, manchmal aber auch nicht. Hin und wieder müsse er auch sagen, „jetzt spiele ich für euch nicht mehr den Juden, ich habe auch andere Facetten“, sagt er.

Melanie Berger / Tagesspiegel

ASYL IM PARADIES

Filmische Dokumentation der Podiumsdiskussion von "Asyl im Paradies -Jüdische Kunst in Europas Metropole".

Dagesh

KOFFER UND SKINS

Der israelisch-deutsche Theater- und Hörspielregisseur Noam Brusilovsky hat am Samstagabend in Karlsruhe den Deutschen Hörspielpreis der ARD erhalten. In seinem Stück Broken German geht es um einen Mann aus Israel, der in gebrochenem Deutsch von seiner Reise nach Berlin mit fremden Koffern, von Erinnerungen an das von den Nationalsozialisten besetzte Rumänien, von pöbelnden Skins und vielem mehr berichtet, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Sonntag mitteilte.

Jüdische Allgemeine

DAS SIND DIE GEWINNER

"Broken German muss man hören!" - so lautete das Jury-Urteil. Sie kürte das Hörspiel von Noam Brusilovsky,mit dem Deutschen Hörspielpreis, das nach einem Roman von Tomer Gardi entstanden war.

Oliver Grim / SR

Überrascht, was hier passiert

"Ich finde es extrem schön, dass sich so viele Leute für dieses Medium interessieren. Persönlich muß ich zugeben: Ich bin in Israel aufgewachsen, dort gibt es kein Hörspiel und bis vor zwei Jahren wusste ich nicht, was ein Hörspiel überhaupt ist. Deswegen bin ich jetzt auch sehr sehr überrascht von all dem, was hier gerade passiert!"

Marie Dominique Wetzel / SWR

Das waren die ARD Hörspieltage 2017

Den Deutschen Hörspielpreis der ARD erhielt das Hörspiel „Broken German“ des jungen israelischen Theater- und Hörspiel-Regisseurs Noam Brusilovsky.

SWR

Deutscher Hörspielpreis der ARD geht an Broken German

Die Jury war begeistert von dieser Virtuosität, von dem Tempo, das da drin ist – das ist wirklich eine rasante Achterbahnfahrt und man wird so reingezogen in diese Suche, in diese Reise."

Marie-Dominique Wetzel im Gespräch mit Britta Bürger

Lockerungsübung

Möchte man etwas über das verkrampfte Verhältnis der Deutschen zu ihrer Sprache und Kultur erfahren, sollte man sich „Broken German“ von Noam Brusilovsky anhören.

Anna Fastabend

PIDGIN-SLANG MIT SCHREIBFEHLERN

Kritik zu Broken German

Christian Hörburger / Medienkorrespondenz.

ARBEITSMIGRANT IN DER PROSA EINE FREMDE SPRACHE

Er hatte gerade den Regisseur Noam Brusilovsky kennengelernt, der ihm sein erstes Hörspiel zur Übernahme angeboten und von einem tollen Roman erzählt hatte, den er gerne fürs Hörspiel umsetzen würde.

Andrea Oetzmann / SWR

Dekonstruktion von Klischees

Das Hörspiel „Woran man einen Juden erkennen kann“ stellt diese Themen jedoch mutig zur Diskussion und ist ein wunderbares Stück zur Dekonstruktion von Klischees.

Rafik Will / Medienkorrespondenz

Erkennen Sie den Juden?

Sechs Schauspieler beschreiben das, was sie an sich selbst sehen, und ordnen es einem Volk zu.

Rolf Floß / Sächsische Zeitung