September 03, 2020

"Man hinterfragt die Machtverhältnisse im Raum. Die Regieposition ist eine Machtposition. Es wird mir in meiner Arbeit ohnehin immer bewusster, was es heißt, im Raum Macht zu besitzen. Ich kämpfe gerade auch sehr mit der Position des männlichen, weißen, hörenden Regisseurs. In diesem Zusammenhang frage ich mich: Wie kann man diese Macht aufgeben und eine andere Art von Regie entwickeln? Was passiert, wenn ein hörender Regisseur eine Geschichte über Gehörlosigkeit erzählt? Wie kann man verhindern, dass der Gehörlose auf der Bühne exotisiert wird? Nach dem Motto: „Wir haben jetzt einen echten Gehörlosen auf der Bühne. Wir sind so inklusiv." Es war ein Riesenthema in den Proben, genau das zu überwinden und uns zu fragen: Was können wir von Steve lernen? Aber eben nicht in Form eines Experiments."

Interview mit Katrin Hildebrand, Münchner Merkur

September 07, 2020

Kritik von Alexander Altmann zum "Gehörlosen-Hörspiel" im Münchner Merkur

„Im Fall des "Gehörlosen-Hörspiels" aber wird sich definitiv grundlos entschuldigt, denn das Stück ist reflektiert gebaut, lustig und rührend. Die Frage, ob das jetzt ein geglücktes Hörspiel für / mit/ über Gehörlose ist, stellt sich gar nicht mehr, es ist einfach ein guter Theaterabend.“

Christiane Lutz, Süddeutsche Zeitung

Die Idee der Inszenierung ist, genau den Versuch zu zeigen, das Unmögliche möglich zu machen. Das Hörspiel für Gehörlose soll während der Vorstellung entstehen. Ausgangspunkt des Abends ist auch auf der Bühne die Begegnung zwischen Brusilovsky und Stymest.

Christiane Lutz, Süddeutsche Zeitung

DAGESH IM GESPRÄCH MIT NOAM BRUSILOVSKY

August 06, 2020

Im Gespräch mit Noam Brusilovsky, Theater- und Hörspielregisseur, und ELES-Alumnus erzählt er, was er mit seiner Kunst bewirken will, wie er damit umgeht ein jüdischer Künstler aus Israel in Deutschland zu sein und davon, wie sich all das ständig verändert. Es geht um Erfahrungen mit dem Label „jüdisch“, um „Streicheltiere“ und um jüdisch-muslimische Allianzen.

Das "Gehörlosen-Hörspiel" am Münchner Volkstheater ist eine Annäherung an das Unmögliche, ein Experiment, das von einer Begegnung erzählt. In der Hauptrolle ist Steve Stymest der einzige Gehörlose unter ansonsten Hörenden im Team.

Sehen statt Hören, BR, Stephanie Wolf

„Es geht um die Rolle der Kunst in einer Gesellschaft, in der die Freiheit immer weiter beschnitten wird. (...) Der Künstler wird vom Staat gehegt und gepflegt, daher gibt es auch eine Erwartungshaltung: Er muss genau abliefern, was der national gesinnten Gesellschaft in die Propaganda passt. Hier wird auf humorvolle Weise eine Geschichte über Totalitarismus erzählt."

Ein Bericht von Katrin Pokahr fürs Magazin des WDR.

"We love Israel" erzählt tolldreist über deutsch-jüdisches Leben, die neue Staffel spielt in Berlin. Die Serie ist eine Fiktion, die hart an der Realität entlangsegelt.

Süddeutsche Zeitung, Stefan Fischer

Noam Brusilovsky es un artista israelí creador muy motivado y con interesantes ideas teatrales y de radio, las cuales pone en práctica y se convierten en éxitos internacionales. Lo entrevistamos y nos cuenta que es hijo de padres argentinos, nació en 1989 en Haifa, creció en Ra'anana y estudió en la prestigiosa Escuela Superior de Artes Thelma Yellin. En 2012, se mudó a Berlín para estudiar teatro en la Escuela Superior “Ernst Busch”. Desde su graduación ha estado trabajando en la radio pública alemana. Escribe y dirige obras de teatro radiales (Radio-Teatro). Además, escribió y dirigió en varios teatros en Alemania y Suiza. Sus espectáculos han sido invitados a varios festivales en toda Alemania. (Aurora)

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