Foto: Magdalena Emmerig woran man einen juden erkennen kann noam brusilovsky

DEUTSCHLANDFUNK

Ursendung: 6. September 2016

Wiederholung: 5. September 2017

SWR2

Sendung: 12. Januar 2017

WDR3

Sendung: 22. Februar 2017

UWE-FESTIVAL DER AUGUST EVERDING AKADEMIE

26.-28. Mai 2017

HR2-Kultur

Sendung: 7. Juni 2017

NDR Kultur

Sendung: 13. September 2017

Sechs jüdische Schauspieler befinden sich auf der Suche nach dem jüdischen Körper – nach einem Tabu, nach einer jahrhundertealten Projektionsfläche von Abwertung und Abgrenzung. Sie suchen nach ihrem eigenen Körper und nach dem Körper ihrer Familienmitglieder, der Holocaustopfer. Allerdings erscheint nach dem Holocaust an Stelle des jüdischen Körpers eine Leerstelle, ein schwarzes Loch oder ein weißer Fleck.
 

In einer Collage historischer Texte und biografischer Erzählungen nimmt der jüdische Körper, ein Phantom der deutschen Gesellschaft, wieder Gestalt und Kontur an.
 

Und trotzdem wird der Wunsch nach jüdischer Sichtbarkeit auch fragwürdig, als die Schauspieler sich selbst mit Stereotypen wie “platfüßig“, “langnasig“ und „dunkelhaarig“ beschreiben. Kann der jüdische Körper überhaupt ein normaler Körper sein?
 

Das Stück mäandert zwischen Drama, Slapstick und Revue, Groteske, Requiem und Ritual. Der jüdische Körper wird mit allen Mitteln gesucht, aufgebaut, untersucht und wieder vernichtet.

mit Dor Aloni, Nico Delpy, Jaron Löwenberg, Eve Slatner, Deleila Piasko und Joey Zimmermann.

 

Nach Texten und Motiven von Max Nordau, Schwarzer Kreis, Oskar Panizza, Ernst Hiemer und H. Leivick sowie mit Hannah Arendt in O-Ton.

 

Regie: Noam Brusilovsky

Sprachaufnahme: Andreas Meinetzberger und Lotta Beckers
Sound ,Ton und Technik : Albrecht Panknin, Studio Zpiao

 

Eine Koproduktion des Deutschlandfunk mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin

 

Mentorin: Elisabeth Panknin
Redaktion: Sabine Küchler