BROKEN GERMAN

EIN HÖRSPIEL NACH DEM GLEICHNAMIGEN ROMAN VON TOMER GARDI

(Deutscher Hörspielpreis der ARD 2017)

Foto: broken germ noam brusilovskyn

SWR

Ursendung: 27. August 2017

Hörspieltage der ARD

ZKM Karlsruhe, 10. November

SRF

12. November 2017

Bayern 2

17. November 2017

Deutschlandfunk

18. November 2017

hr2-Kultur

22. November 2017

Radio Bremen

10. Dezember 2017

SR 2

7. Januar 2018

Maxim Gorki Theater

10. Februar 2018

MDR

9. April 2018

Kulturradio-rbb

20. April 2018

WDR

30. Juni 2018 (WDR 3)

1. Juli 2018 (WDR 5)

Ein Spiel mit Identitäten, Chronologie, Perspektiven. Mal erzählt Radili, mal Abschalom, mal dessen Mutter. Die Protagonisten sind sowohl aus dem Studio als auch vom Band zu hören, immer wieder wird das Erzählen gebrochen und über das Erzählen selbst erzählt. Ein Autor wird über das Verfassen seines Romans und dessen Vermarktung interviewt und wir folgen der Diskussion um »Broken German« beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Fiktion und Realität verschwimmen und lassen sich nicht mehr trennen.

Ein israelischer Mann erzählt in gebrochenem Deutsch. Er erzählt, babylonisch-lebendig, von Radili Anuan, der sich in Berlin nach Anpöbelungen durch Skins ein Messer gekauft –, es dann aber vergraben hat. Als Erwachsener in die Stadt zurückgekehrt, landet er in einer linken WG, die einen Dokumentar lm aus der Suche nach dem vergrabenen Messer machen will.

Er erzählt von einer Reise nach Berlin mit seiner Mutter. Statt ihrer eigenen nehmen sie zwei fremde Koffer vom Flughafen mit, die sich als Koffer eines Arabers und einer aus Eritrea ge üchteten Frau herausstellen. Die Verwirrung der Identitäten geht weiter, der Mann trägt fortan die Kleider der Frau (die er später treffen wird), seine Mutter die des Mannes. Er bespricht mit seiner Mutter Erinnerungen an ein von den Deutschen besetztes Dorf in Rumänien, hält eine Rede zur Neueröffnung des Kafka-Instituts (vormals Goethe-Institut) und wird vom aufgeschreckten Bildungsbürgertum in die Flucht geschlagen. Er erklärt, warum die Darstellung des Mose auf einem Übersetzungsfehler beruht, lässt sich zu Recherchenwecken als »Arbeitsmigrant in der Prosa eine fremde Sprache« nachts im Jüdischen Museum einschließen und entdeckt dort in der Besenkammer eine Leiche.

Mit: Dor Aloni, Aviva Joel, Tomer Gardi u. a.

Hörspielbearbeitung und Regie Noam Brusilovsky

 

Produktion SWR 2017 

 

Redaktion und Dramaturgie: Andrea Oetzmann